Die Übergabe

Ein Stapel Papier. Und ein Dokument, das zählt.

Am Tag der Abgabe bekommen Sie Unterlagen in die Hand. Meist mehr, als Sie in dem Moment lesen können. Erst später stellt sich heraus, was davon etwas beweist.

Stapel unbeschrifteter Aktenmappen und ein blaues Heft auf einem dunklen Holzschreibtisch im Lampenlicht

Der Inhalt

Was dabei sein muss — und was fehlen darf

Sechs Unterlagen, sortiert nach dem, was sie tatsächlich wert sind. Tippen Sie auf einen Reiter.

Ist sofort erledigt

Die Chipnummer und ihre Registrierung

Jeder Hund muss gekennzeichnet und in der Heimtierdatenbank registriert sein, nach § 24 TSchG spätestens vor der ersten Weitergabe. Der Chip allein genügt also nicht; er muss auch eingetragen sein.

Bei einem ZEUS-Züchter ist dieser Weg vorbereitet: Die Registrierbestätigung liegt bereits vor, wenn der Welpe zum Chippen kommt. Die Tierärztin oder der Tierarzt setzt den Chip und nimmt eine Kopie des Formulars zu den eigenen Unterlagen. Damit ist der Eintrag belegt, bevor irgendjemand nachfragen muss.

Und die Ummeldung auf den neuen Besitzer passiert auch schon während der Übernahme des Welpen: Möglich ist das, weil die Anwendung über TierChip.at an die österreichische Heimtierdatenbank angebunden ist. Sie fahren also nicht mit einer offenen Meldung nach Hause.

Was fehlen darf

Die freundlichen Beigaben

Futterproben, ein Fütterungsplan, eine Decke mit dem Geruch der Wurfkiste, ein Spielzeug, eine Erziehungsbroschüre. All das ist nett und spricht für Sorgfalt.

Ein Gedanke zur Decke, die nach der Mutter riecht: Der Tag verläuft gut. Der Welpe schläft auf der Fahrt ins neue Zuhause. Dort wartet seine Familie auf ihn, er erkundet alles Neue, alle spielen mit ihm, er ist im Paradies. Dann wird er müde, frisst etwas und schläft ein. Halt — was riecht er da? Die Decke riecht nach seiner Mutter. Ja genau, jetzt erinnert er sich: Seine Mutter ist nicht da. Er springt auf und beginnt sie zu suchen. Jetzt ist er nicht mehr müde, sondern traurig.

Am Ende zählen nicht die Beigaben zum Hund, sondern ob ein bestimmtes Zertifikat dabei ist, das Ihnen die bestmögliche Sicherheit gibt.

Zwei Personen reichen sich über einen Holztisch eine unbeschriftete Dokumentenmappe
Der Moment, in dem niemand liest. Nehmen Sie sich die Zeit trotzdem.

Vor dem Wurf

ZEUS prüft, bevor der Stapel entsteht

Seit 2025 verlangen §§ 22a und 22b des Tierschutzgesetzes von Züchterinnen und Züchtern ein bewertetes Qualzucht-Präventionskonzept je Rasse. ZEUS begleitet sie durch diesen Prozess — bis zur Einreichung bei der Qualzucht-Kommission der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Der Sinn davon: Die Prüfung findet vor dem Wurf statt, nicht bei Ihnen am Küchentisch. Erst die Untersuchungen der Elterntiere, dann die Zuchttauglichkeit für jedes der beiden, dann die Verpaarung, und erst wenn das zusammenpasst, das Zertifikat für den Welpen. Fehlt ein Glied, entsteht keines.

Für Sie endet das an dem Punkt, an dem Sie am Tisch sitzen und einen Stapel Papier vor sich haben. Der Hund wartet daneben — und er wird Sie viele Jahre begleiten.

Junger Terrier sitzt neben einem Tischbein auf einem Dielenboden und blickt nach oben
ZEUS-Siegel Zuchttauglich — Approved for Breeding
Blatt der Eltern Das liegt schon vor, bevor es Ihren Welpen gibt — einmal für den Vater, einmal für die Mutter.
ZEUS-Siegel Qualzuchtfrei — Healthy Genetics Certified
Blatt Ihres Hundes Das kommt obenauf und trägt seine Chipnummer. Ohne die beiden Blätter darunter wird es nie ausgestellt.
  1. Gleichen Sie die Chipnummer auf jedem Dokument mit dem Hund ab.
  2. Sehen Sie nach, ob dem Welpen ein Qualzuchtpräventionszertifikat beiliegt. Es wird nur ausgestellt, wenn beide Elterntiere zuchttauglich sind und ihre Verpaarung zulässig war.
  3. Tippen Sie den Kontrollcode auf der ZEUS-Website ein. Sie sehen, ob das Zertifikat gültig ist und zu diesem Hund gehört. Für Sie kostenlos.
Zertifikat prüfen

Weitere Themen

Weitergeben

Welche Unterlagen bei der Übergabe dabei sind

Die meisten erfahren erst am Übergabetag, welche Papiere gefehlt haben. Wer die Liste vorher kennt, fragt rechtzeitig danach — geben Sie diese Seite an jemanden weiter, der demnächst einen Welpen abholt.